You are your Feed

Du bist dein Feed!
Neutrale Berichterstattung ist nötig, um sich
eine Meinung bilden zu können. Der Rückgang
des Nachrichtenüberblicks führt zu einer Diskursunfähigkeit und gefährdet somit die Demokratie.
Anhand drei verschiedener Facebook Profile, die vordefinierten Personas zugeordnet sind, sollen die Unterschiede des algorithmisch befüllten Feeds sichtbar gemacht werden.
PERSONA A
PERSONA B
PERSONA C
• Linke Weltanschauung
• Gleichheit der Menschen
• Strukturen Zugunsten
   Benachteiligter
• Antikapitalismus
• Bedingungsloses
   Grundeinkommen
• Vegan
• Umwelt ist oberstes Gut
• Pazifismus
• Kunst & Kultur
• etc.
• Rechte Weltanschauung
• Ungleiche Wertigkeit der
    Menschen
• Soziale Ordnung
   mit Hierarchien
• Ungleichheits Ideologien
   Rassismus
   Homophobie etc.
• Ideologisches
   Familienbild
• Militarismus
• etc.
• Esotherische
   Weltanschauung
• Natürliche Prozesse
• Glaube an Menschen
    übergeordnete Macht
• alternative Medizin
• Impfgegner
• Gegner des Systems
• wahre Zusammenhänge
   nur von wenigen erkannt
• Gruppenbildung
   mit einem Megamind
• etc.
An dieser Stelle werden die drei verschiedenen Facebook Feeds zur Einsicht bereitstehen. Man wird den privaten Feed jeder Persona sehen, also alles, was für den Benutzer privat bestimmt ist, nicht was dieser auf seinem Profil veröffentlicht.
Weshalb sind die vorgeschlagenen Inhalte so unterschiedlich?
Durch APN (algorithmisch Personalisierte Nachrichtenkanäle) sind User:innen nicht mehr in der Lage, Nachrichten nach Glaubwürdigkeit und Relevanz zu ordnen. Es entstehen zum einen Filterblasen, die dazu führen, dass man online nur noch Inhalte vorgeschlagen bekommt, die auf vorhandenen Interesse basieren.
Ist das nicht gut für mich?
Es entstehen Echokammern, also digitale Räume, in denen sich nur Menschen mit der gleichen Weltansicht und Meinung austauschen.
Je mehr vom User hineingespeißt wird, desto enger zieht sich die Informationsspirale.
Die User sind dann nicht mehr in der Lage, eine Thematik von mehreren Seiten zu beleuchten
und werden somit diskursunfähig und falsch informiert.
Wie kann
man das lösen?
Einige Lösungsvorschläge wären zum Beispiel, journalistische Inhalte an den ungefilterten Quellen zu beziehen. Generell sollte man offen sein und sich auch andere Meinungen anhören und reflektieren. Außerdem sollte ein Thema von mehreren Seiten beleuchtet werden.
Also aufeinander antworten, ohne im Gleichklang sein zu müssen.
Danke an

Lisa Gojakovich
für das bereitstellen ihrer Recherchen und Texte zum Thema im Rahmen ihrer Bachelorarbeit.

Hartmut Rosa
für neue Ansichten
Veröffentlicht am